Was kostet die Entwicklung einer Web-App?
Für mein Paket Web-Anwendung sind 8.200 Euro angesetzt. Welche Leistungen dein Projekt braucht und was zusätzlich anfällt, hängt von Abläufen, Daten und Schnittstellen ab.

Auf meiner Website ist das Paket Web-Anwendung mit 8.200 Euro aufgeführt. Es umfasst eine Anwendung mit Nutzeranmeldung, individuellen Abläufen, einer Datenbank nach Bedarf und Veröffentlichung in der Cloud. Für umfangreichere Vorhaben gibt es das Enterprise-Paket mit 12.500 Euro.
Diese Preise geben dir einen ersten Rahmen für mein Angebot. Den genauen Umfang stimmen wir vor dem Start ab. Eine Anwendung zur Verwaltung interner Anfragen und eine Plattform für mehrere Unternehmen können beide im Browser laufen. Der Aufwand für ihre Entwicklung unterscheidet sich trotzdem erheblich.
Wenn du ein Budget festlegen möchtest, brauchst du deshalb eine Beschreibung dessen, was deine Anwendung tatsächlich erledigen soll. Eine Liste mit Begriffen wie Kundenbereich, Dashboard und Schnittstelle reicht dafür noch nicht aus.
Was du mit dem Entwicklungsbudget bezahlst
Zur Entwicklung gehören die Klärung der Anforderungen, die Gestaltung der Bedienung und die technische Umsetzung. Daten müssen gespeichert, Eingaben geprüft und Zugriffsrechte umgesetzt werden. Vor dem Start werden die vereinbarten Abläufe getestet und die Anwendung veröffentlicht.
Nehmen wir als Beispiel ein Portal für Kundenanfragen. Ein Kunde füllt ein Formular aus und lädt ein Dokument hoch. Dein Team sieht die Anfrage, bearbeitet sie und meldet das Ergebnis zurück.
Damit dieser Vorgang funktioniert, müssen mehrere Fragen geklärt sein. Welche Angaben sind Pflicht? Welche Dateien dürfen hochgeladen werden? Wer darf die Anfrage sehen? Kann der Kunde seine Angaben später ändern? Und was passiert, wenn ein Upload abbricht?
Die Antworten beeinflussen sowohl die Oberfläche als auch die Verarbeitung im Hintergrund. Genau daraus entsteht der Aufwand, den ein Angebot abdecken muss.
Welche Anforderungen den Preis beeinflussen
Abläufe und Ausnahmen
Eine Anfrage mit dem Status offen oder erledigt ist überschaubar. Wenn mehrere Personen zustimmen müssen, Fristen gelten und der Vorgang bei einer Ablehnung zurück an den Antragsteller geht, steigt der Aufwand.
Jede dieser Regeln muss beschrieben, umgesetzt und geprüft werden. Dazu kommen Ausnahmen: Eine verantwortliche Person ist nicht verfügbar, Angaben fehlen oder eine bereits erteilte Freigabe wird zurückgenommen.
Beschreibe solche Fälle möglichst früh. Sie gehören zum Ablauf und können einen erheblichen Teil der Entwicklung ausmachen.
Nutzer und Zugriffsrechte
Mit einer Anmeldung ist die Frage nach den Zugriffsrechten noch nicht beantwortet. Vielleicht darf ein Kunde nur seine eigenen Aufträge sehen. Ein Mitarbeiter bearbeitet die Aufträge seines Teams. Eine Führungskraft benötigt eine Übersicht über mehrere Bereiche.
Wenn mehrere Unternehmen dieselbe Plattform nutzen, müssen auch deren Daten getrennt bleiben. Diese Regeln müssen bei jedem betroffenen Zugriff greifen, einschließlich Downloads und Datenexporten.
Der Aufwand richtet sich dabei auch nach der Zahl und Art der Rollen. Tausend Kunden mit denselben Rechten können einfacher abzubilden sein als wenige Nutzer mit vielen unterschiedlichen Berechtigungen.
Verbindungen zu anderen Systemen
Soll die Anwendung Daten an dein CRM übertragen, Rechnungen aus einem anderen System abrufen oder Termine synchronisieren, braucht sie passende Schnittstellen.
Hier zählt, welche Möglichkeiten die vorhandene Software bietet. Gibt es eine dokumentierte Schnittstelle? Sind die benötigten Daten darüber verfügbar? Kann die Verbindung vorab getestet werden?
Auch der Fehlerfall gehört dazu. Ist ein anderes System vorübergehend nicht erreichbar, muss feststehen, ob die Übertragung wiederholt wird und wie dein Team davon erfährt. Eine Verbindung, auf die sich dein Arbeitsablauf verlassen soll, braucht diese Regeln.
Vorhandene Daten
Wenn du bereits mit Tabellen oder einer älteren Anwendung arbeitest, sollen deren Daten häufig übernommen werden. Dafür müssen die Daten geprüft und dem neuen Aufbau zugeordnet werden.
Doppelte Kunden, unterschiedliche Schreibweisen und fehlende Pflichtangaben können die Übernahme aufwendiger machen. Ein Export allein löst diese Probleme noch nicht. Am besten stehen Beispieldaten schon während der Planung zur Verfügung, damit der Aufwand dafür eingeschätzt werden kann.
Ein vergleichbares Angebot braucht einen beschriebenen Umfang
Zwei Angebote mit dem Titel Kundenportal können sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Bei einem sind Gestaltung, Datenübernahme und Veröffentlichung berücksichtigt. Beim anderen beziehen sich die Kosten nur auf die technische Umsetzung vorgegebener Ansichten.
Für den Vergleich sollte deshalb feststehen:
- Welche Vorgänge lassen sich mit der fertigen Anwendung vollständig erledigen?
- Welche Rollen und Zugriffsrechte sind enthalten?
- Welche Systeme werden angebunden und welche Daten übertragen?
- Sind Gestaltung, Datenübernahme, Tests und Veröffentlichung berücksichtigt?
- Welche Unterstützung erhältst du nach dem Start?
- Wie werden zusätzliche Anforderungen während des Projekts vereinbart?
Gerade der letzte Punkt verdient eine klare Absprache. Eine Korrektur an einer vereinbarten Funktion und ein zusätzlicher Ablauf verändern den Umfang auf unterschiedliche Weise. Das sollte im Angebot nachvollziehbar geregelt sein.
Welche Kosten nach dem Start entstehen
Mit der Veröffentlichung beginnt die Nutzung. Für dein Budget zählen deshalb auch die laufenden Ausgaben.
Je nach Aufbau fallen Kosten für Hosting, Datenbank, Dateispeicher und Datensicherungen an. Externe Dienste können zusätzliche Gebühren verursachen, etwa für den Versand von Nachrichten oder die Verarbeitung von Zahlungen. Manche werden nach Nutzung abgerechnet, andere über feste Tarife.
Wartung und Weiterentwicklung brauchen ebenfalls einen vereinbarten Rahmen. Technische Komponenten werden aktualisiert, Fehler behoben und neue Anforderungen umgesetzt. Der Umfang hängt davon ab, wie die Anwendung genutzt wird und welche Betreuung du benötigst.
Eine interne Anwendung für gelegentliche Anfragen stellt andere Anforderungen an Erreichbarkeit und Unterstützung als ein Kundenportal, über das täglich Aufträge eingehen. Diese Unterschiede sollten schon vor dem Start in die Kostenplanung einfließen.
So bereitest du eine Kostenschätzung vor
Für die erste Einschätzung brauchst du kein fertiges technisches Konzept. Beschreibe einen typischen Vorgang vom Anfang bis zum Ergebnis. Ergänze, wer daran beteiligt ist, welche Software bereits genutzt wird und welche Daten vorhanden sind.
Hilfreich sind auch dein Budgetrahmen und ein gewünschter Starttermin. Dann lässt sich prüfen, welcher Umfang darin umsetzbar ist und welche Anforderungen genauer untersucht werden müssen.
Wenn das Budget begrenzt ist, würde ich zuerst einen häufig genutzten Vorgang vollständig abbilden. Beispielsweise die Erfassung und Bearbeitung einer Kundenanfrage. Eine zusätzliche Auswertung kann später folgen. So kannst du den ersten Umfang begrenzen und die Anwendung bereits im Alltag einsetzen.
Beschreibe mir dein Vorhaben und die Abläufe, die du damit vereinfachen möchtest. Wir klären den Umfang, die offenen Fragen und einen passenden Kostenrahmen, bevor die Entwicklung beginnt.